Ergotherapie in Appen

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene


Manchmal sind es ganz alltägliche Dinge, die plötzlich oder schon seit längerer Zeit schwerfallen. Genau hier setzt Ergotherapie an.

Bei Kindern und Jugendlichen kann es zum Beispiel um Schwierigkeiten mit der Feinmotorik, der Stifthaltung, dem Schreiben, der Konzentration, der Wahrnehmung oder der Koordination gehen. Auch bei Entwicklungsverzögerungen, ADHS/ADS oder Problemen im Schul- und Familienalltag kann Ergotherapie gezielt unterstützen.

Bei Erwachsenen stehen häufig neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Polyneuropathie oder andere Erkrankungen des Nervensystems im Mittelpunkt. Dann können selbst vertraute Tätigkeiten plötzlich schwierig werden: eine Tasse sicher halten, Knöpfe schließen, Besteck benutzen, schreiben, sich anziehen, gezielt greifen oder beide Hände wieder koordiniert einsetzen. Auch Konzentration, Gedächtnis, Orientierung und die Planung alltäglicher Abläufe können beeinträchtigt sein.

In unserer Ergotherapie in Appen schauen wir deshalb nicht nur auf die Diagnose, sondern vor allem darauf, was im Alltag tatsächlich Probleme bereitet und was wieder besser funktionieren soll.

Gemeinsam arbeiten wir daran, Fähigkeiten zu entwickeln, wiederzugewinnen oder möglichst lange zu erhalten – individuell, alltagsnah und mit einem klaren Ziel:

mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensqualität im Alltag.

Behandlung bei Erkrankungen des Bewegungsapparats

Die motorisch-funktionelle Behandlung wird vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise Beschwerden an Händen, Armen oder Schultern, Gelenkerkrankungen, Muskel- und Sehnenprobleme, Folgen nach Unfällen oder Operationen sowie Einschränkungen bei chronischen orthopädischen Erkrankungen.


Ziel dieser Behandlung ist es, körperliche Funktionen gezielt zu verbessern oder zu erhalten. Dazu gehören unter anderem Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Feinmotorik, Belastbarkeit und Koordination. Besonders wichtig ist hierbei die Übertragung in den Alltag: Bewegungen sollen nicht nur isoliert trainiert, sondern für praktische Tätigkeiten wie Anziehen, Schreiben, Greifen, Haushaltsaufgaben oder berufliche Anforderungen nutzbar gemacht werden.


Je nach Befund kommen aktive Übungen, funktionelle Bewegungsabläufe, Gelenkschutzberatung, Hilfsmittelberatung oder gezielte Alltagstrainings zum Einsatz. Auch nach Operationen oder Verletzungen kann diese Behandlungsform helfen, den Heilungsverlauf sinnvoll zu begleiten und verloren gegangene Fähigkeiten schrittweise wieder aufzubauen.


Bei Kindern kommt die motorisch-funktionelle Behandlung unter anderem dann in Betracht, wenn Einschränkungen in der Bewegungsentwicklung oder in der Feinmotorik bestehen. Beispiele hierfür sind Entwicklungsverzögerungen, Koordinationsstörungen, angeborene oder erworbene orthopädische Einschränkungen, neuromuskuläre Erkrankungen oder motorische Schwierigkeiten nach Verletzungen und Operationen.

Behandlung bei Störungen der Wahrnehmung, Sensibilität und Koordination, insbesondere bei Erkrankungen des Nervensystems

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung richtet sich an Menschen mit Störungen der Wahrnehmung, Sensibilität und Koordination, insbesondere bei Erkrankungen des Nervensystems. Häufig wird sie zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Schädel-Hirn-Verletzungen, Multipler Sklerose, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen verordnet.


Der Hintergrund dieser Therapieform liegt darin, dass unser Alltag nur dann sicher und gezielt bewältigt werden kann, wenn Bewegung, Wahrnehmung und Reizverarbeitung gut zusammenspielen. Ist dieses Zusammenspiel gestört, können Unsicherheiten beim Greifen, Gehen, Halten, Tasten oder bei der Orientierung im Raum entstehen. Auch Probleme mit dem Gleichgewicht, der Körperspannung oder dem gezielten Einsatz einzelner Körperabschnitte können dazugehören.


In der Therapie wird daran gearbeitet, Bewegungsabläufe bewusster wahrzunehmen, sensomotorische Fähigkeiten zu verbessern und verloren gegangene oder gestörte Funktionen so weit wie möglich wieder aufzubauen. Gleichzeitig werden alltagsrelevante Handlungen trainiert, damit mehr Sicherheit und Selbstständigkeit im täglichen Leben erreicht werden können.

Behandlung bei psychiatrischen Erkrankungen oder dementiellen Veränderungen

Die psychisch-funktionelle Behandlung ist für Menschen geeignet, die durch psychische Erkrankungen oder dementielle Veränderungen in ihrem Alltag eingeschränkt sind. Dazu zählen beispielsweise Depressionen, Angststörungen, Belastungsreaktionen, psychosomatische Beschwerden, schizophrene Erkrankungen oder Veränderungen im Rahmen einer Demenz.


In diesem Bereich geht es nicht in erster Linie um einzelne körperliche Funktionen, sondern um die Frage, wie sich psychische Belastungen auf Antrieb, Tagesstruktur, Konzentration, soziale Teilhabe, Belastbarkeit und Handlungsfähigkeit auswirken. Viele Betroffene erleben, dass selbst einfache Alltagsaufgaben zunehmend schwerfallen, Unsicherheit entsteht oder gewohnte Tätigkeiten nicht mehr selbstständig bewältigt werden können.


Die ergotherapeutische Behandlung unterstützt dabei, wieder mehr Struktur, Orientierung und Sicherheit im Alltag zu gewinnen. Sie kann helfen, vorhandene Fähigkeiten zu stabilisieren, Überforderungen zu reduzieren und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Je nach Situation stehen dabei alltagsbezogene Übungen, kreative oder handlungsorientierte Methoden, Belastungserprobung, Gedächtnisanregung oder soziale Interaktion im Vordergrund.


Gerade bei dementiellen Veränderungen ist das Ziel häufig nicht nur die Verbesserung, sondern auch der möglichst lange Erhalt vorhandener Fähigkeiten, um Selbstständigkeit und Lebensqualität zu fördern.


Auch bei Kindern und Jugendlichen kann eine psychisch-funktionelle Behandlung sinnvoll sein, wenn psychische oder emotionale Belastungen den Alltag deutlich beeinträchtigen. Beispiele hierfür sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen wie ADHS oder ADS, emotionale Regulationsstörungen, Ängste, soziale Unsicherheiten, Verhaltensauffälligkeiten, Anpassungsstörungen oder psychische Belastungssituationen im familiären oder schulischen Umfeld. Ziel ist es, die emotionale Stabilität, Belastbarkeit, soziale Kompetenz und Alltagsstruktur des Kindes zu fördern.

Behandlung / Hirnleistungstraining bei Konzentrations-, Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitsstörungen

Die neuropsychologisch orientierte Behandlung, auch Hirnleistungstraining genannt, wird bei Konzentrations-, Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitsstörungen eingesetzt. Solche Einschränkungen können nach neurologischen Erkrankungen, Hirnverletzungen, Schlaganfällen, bei degenerativen Erkrankungen oder auch im Rahmen psychischer Belastungen auftreten.


Kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Planung und Orientierung sind für den Alltag von großer Bedeutung. Wenn diese Bereiche beeinträchtigt sind, kann dies erhebliche Auswirkungen auf Beruf, Haushalt, soziale Kontakte und die allgemeine Selbstständigkeit haben.


Im Hirnleistungstraining werden diese Fähigkeiten gezielt gefördert. Dabei geht es nicht nur um klassische Übungsaufgaben, sondern auch um die praktische Umsetzung im Alltag. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, mit denen Betroffene besser mit ihren Einschränkungen umgehen können, zum Beispiel durch Strukturierungshilfen, Merktechniken oder gezielte Trainingsmethoden. Ziel ist es, geistige Leistungen zu aktivieren, zu verbessern oder möglichst lange zu erhalten.


Auch bei Kindern kann eine neuropsychologisch orientierte Behandlung sinnvoll sein, wenn Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung oder Ausdauer bestehen. Dies kann zum Beispiel bei ADHS, Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Teilleistungsstörungen, nach neurologischen Erkrankungen oder bei anderen kognitiven Entwicklungsauffälligkeiten der Fall sein. Ziel ist es, die geistige Leistungsfähigkeit zu fördern und dem Kind Strategien für Schule und Alltag zu vermitteln.